• Geradlinig, individuell, sicher

Geradlinig, individuell, sicher

15.11.2019 NICOLA SCHRÖDER, Conzept-B GmbH

Trends im Bad – Natürliche Materialien, warme Holztöne, Naturstein oder Sichtbeton: Im Bad ist derzeit das Essenzielle gefragt. Gerade Flächen und scharf geschnittene Kanten – in der Branche setzt sich ein reduziertes Design mit präzisen Linien und Formen immer mehr durch. Noch stärker im Fokus stehen Gesundheit und Sicherheit.

 

Wie überall soll architektonische Klarheit auch im Bad für ein aufgeräumtes Erscheinungsbild sorgen. Geometrie erzeugt Ruhe, und Ruhe gehört heute unbedingt dazu in der privaten Wohlfühloase. Komplettiert wird diese Stilwelt durch Badarmaturen und Brausen, die ebenfalls auf eine klare Geometrie und auf komfortable Funktionen setzen. Sortimente für Komplettlösungen decken dabei gleich alle notwendigen Elemente ab und unterstützen so das einheitliche Bild. Die dazu passenden Waschtische sind tendenziell dünnwandig und eher eckig geformt.

Unterstrichen wird dieser Purismus gerne mit Elementen in Sichtbeton oder Fliesen in Betonoptik. Auch Naturstein in grossen Formaten bietet sich an, da er von einer reduzierten und erdenden Farbigkeit lebt. Neben echten Natursteinplatten kommen vermehrt recycelte Materialien oder Alternativprodukte mit natürlicher Optik zum Einsatz. Dazu zählen Fototapeten im Beton- oder Steinlook, mineralische Träger mit aufgedruckten Designs oder wasserfeste Panels bis zu Big-Size-Grösse. Derartige Panels bieten teils sogar die Möglichkeit, sie mit individuellen Ansichten zu gestalten oder sie sogar digital auszutauschen.

Worauf es ankommt

Laut einer repräsentativen Umfrage ist den meisten Menschen im Bad ein «stimmiges Gesamtbild» wichtig (59 % der Befragten, siehe Kasten rechts). Kein Wunder also, dass bei seiner Gestaltung nichts mehr dem Zufall überlassen wird. Ganze Szenarien aus abgestimmten visuellen, akustischen und duftenden Wohlfühllandschaften können inzwischen umgesetzt werden. Wichtiges Element ist hier auch das Licht, das sich per Leuchten oder über Spiegel auch auf unterschiedliche Stimmungen oder Bedürfnisse einstellen lässt – je nachdem, ob man Make-up auflegen, aufwachen oder herunterfahren möchte. Die WCs verfügen über immer neue Reinigungs- und sogar Analysefunktionen, während Duschbereiche immer noch grosszügiger werden und sich barrierefrei auf harmonische Weise mit der Architektur verbinden: gross genug für zwei, rahmenlos und minimalistisch, mit einer fast unsichtbaren Glasscheibe als Spritzschutz.

Die tägliche Dusche entspannt schliesslich nicht nur, sie erhält auch die Gesundheit. Damit das uneingeschränkt zutrifft, ist es wichtig, auf die richtigen Produkte zu achten. Clevere Kühlvorrichtungen schützen beispielsweise vor Verbrühungen und Verbrennungen, indem sie dafür sorgen, dass Armaturen niemals zu heiss werden und dass die Wassertemperatur beim Aufdrehen reguliert wird.

Ein weiteres Risiko besteht darin, dass auch Keime im Bad optimale Lebensbedingungen vorfinden. In ungeeigneten Brauseschläuchen können sich im Zulauf der Dusche Mikroben vermehren, was zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen kann. Auch Duschschläuche, die sogenannte Weichmacher («Phthalate ») enthalten, sollte man vermeiden. Mit modernen, robusten Brauseschläuchen in Trinkwasserqualität lässt sich das Duschvergnügen dagegen lange und sicher geniessen.

Worauf kommt es im Bad an?

63 % Richtige Beleuchtung

59 % Stimmiges Gesamtbild

59 % Angenehmer Duft

53 % Genug Platz, viel Raum

47 % Hochwertiges Design

35 % Gute Akustik

8 % Brauchen keinen Schnickschnack

(Online-Umfrage mit dem Marktforschungsinstitut INNOFACT AG in einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage von 1000 Personen, Juli 2019. Rechte vorbehalten: Hansgrohe Group 2019)

Bakterienherde im Duschschlauch

BILD HANSGROHE.CH

In zahlreichen Brauseschläuchen bilden sich komplexe Lebensgemeinschaften aus unterschiedlichen Mikroorganismen: Biofilme. In solchen Biofilmen können sich gesundheitsgefährdende Bakterien anreichern. Als spezielles und weltweit auftretendes Risiko gelten Legionellen sowie das Mycobacterium avium oder Pseudomonas aeruginosa. Vor allem im Bad entwickeln sich diese Keime, wo sie auch am ehesten eine Gefahr für die Gesundheit darstellen.

Weichmacher als Nahrung

Die Keime finden im Bad, genauer im Brauseschlauch der Dusche, optimale Bedingungen zum Leben und sich Vermehren. Das Wasser wird hier meist in einer für den Menschen angenehmen Temperatur bereitgestellt, eine Temperatur, die auch den optimalen Lebensraum für Keime bietet. Speziell eine Vermischung von Kaltund Warmwasser wegen fehlender Rücklaufventile begünstigt deren Wachstum. Hinzu kommt, dass die Brauseschläuche der Dusche meist mit einem hohen Anteil an Weichmachern (Phthalaten) hergestellt sind. Von den Kohlenstoffen in diesen Weichmachern ernähren sich die Keime. Wissenschaftler raten daher zu Duschschläuchen nach KTW- und W270-Zertifizierung (DVGW/SVGW). In diesen Fällen werden geeignetere Materialien (z. B. auf Polyethylen- Basis) verwendet. QUELLE HANSGROHE AG